{"id":157,"date":"2022-07-06T14:14:26","date_gmt":"2022-07-06T14:14:26","guid":{"rendered":"https:\/\/fulkum.live-website.com\/?page_id=157"},"modified":"2022-07-08T16:51:17","modified_gmt":"2022-07-08T16:51:17","slug":"geschichte-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fulkum.de\/?page_id=157","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p>Auf der Kirchenwarf von Fulkum kamen bereits vor etwa 1000 Jahren Menschen zum Gottesdienst zusammen. Das ergibt sich aus Ausgrabungen, die anl\u00e4sslich der Kirchenrenovierung im Fr\u00fchjahr 1990 vom Nieders\u00e4chsischen Institut f\u00fcr historische K\u00fcstenforschung unter Leitung von Herrn Hermann Haiduck, Wilhelmshaven, unter Mitwirkung der Ostfriesischen Landschaft durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Demnach haben, bevor im 13. Jahrhundert eine Backsteinkirche errichtet wurde, auf der Fulkumer Kirchenwarf drei Holzkirchen gestanden. In der \u00f6stlichen H\u00e4lfte der heutigen Kirchenwarf wurde zun\u00e4chst im 2. Jahrhundert ein 2,50m hoher H\u00fcgel aus Sandboden mit einer Bauplattform f\u00fcr eine Holzkirche errichtet. Diese Kirche wurde durch ein Feuer zerst\u00f6rt. Auch der nachfolgende Kirchenbau mit einer Breite von etwa 4m wurde durch einen Brand vernichtet. Nach einer weiteren Erh\u00f6hung des Kirchenh\u00fcgels folgte im 12. Jahrhundert der Bau der dritten Holzkirche. Bevor dann vermutlich in der 2. H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts der Bau einer Steinkirche erfolgte, wurde die Kirchenwarf insbesondere nach Westen hin erneut erheblich vergr\u00f6ssert.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese altehrw\u00fcrdige Kirche von Fulkum wird wie folgt beschrieben:<br>Sie ist mit dem halbrunden chor\u00e4hnlichen Abschluss am \u00f6stlichen Giebel 32 Schritt lang, 9-10 Schritt breit und hat mehr als 27 Fuss hohe Mauern, die 4 1\/4 Fuss dick sind und auf gewaltigen Granitbl\u00f6cken ruhen, auch bis etwa 5 Fuss von unten aus Granitquadern bestehen oder doch damit umkleidet sind. In jedem Giebel erblicken wir ein Rundbogenfenster und an jeder Seite eine Rundbogent\u00fcr, sowie 3 kleine Spitzbogenfenster.<\/p>\n\n\n\n<p>Von dieser Steinkirche waren bei den 1990 vom Bauunternehmer Hans Hieronimus durchgef\u00fchrten Renovierungsarbeiten noch Fundamentreste vorhanden. Die Kirche musste damals wegen Bauf\u00e4lligkeit abgerissen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dann errichtete Maria Magdalena Kirche wurde 1862 erbaut. Der Name weist vermutlich auf die Patronin hin. Es handelt sich nach der Baubeschreibung bei dieser Kirche um eine einschiffige Saalkirche mit eingezogener (schmalerer) halbrunder Absis. Die Decke besteht aus Holzbalken mit aufgelegten Dielen. Die Absis bekam wie ihre Vorg\u00e4ngerkirche eine halbrunde Form und eine runde W\u00f6lbung. Dieses Bauschema ist in Ostfriesland seit dem Mittelalter weit verbreitet. Der im Chorraum stehende aus Granit gehauene Taufstein stammt aus der Zeit von 1100 bis 1200 und geh\u00f6rte vermutlich schon zu der fr\u00fcheren Kirche. Das Taufbecken ist auf vier S\u00e4ulen gestellt, die sich an den Mittelstamm anlehnen. Der h\u00f6lzerne Deckel des Taufsteines stammt aus dem Jahre 1636.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Abstand von etwa 8m befindet sich westlich der Kirche ein aus Backstein gemauerter Glockenturm. Er stammt wahrscheinlich aus der Zeit der ersten Backsteinkirche von Fulkum und ist etwa 500 Jahre alt, also aus dem 15. Jahrhundert. Der Glockenturm wurde vermutlich wegen des schon damals erkannten schlechten Baugrundes auf der k\u00fcnstlich aufgetragenen Warf getrennt von der Kirche erbaut. An der heutigen Schr\u00e4glage des Turmes kann man ersehen, dass die Bauleute seinerzeit richtig gehandelt haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Kirchenwarf von Fulkum kamen bereits vor etwa 1000 Jahren Menschen zum Gottesdienst zusammen. 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